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Pressemitteilung

Wichtige Anliegen der Daseinsvorsorge diskutiert.

Wie gut ist der Landkreis wirklich für die kommenden Jahre aufgestellt? Karl Wolf, Spitzenkandidat der Liste ÖDP/Aktive Bürger, sprach über große Investitionen, demografische Herausforderungen und offene Fragen rund um Infrastruktur und Klinikum – und machte dabei deutlich, wo er dringenden Handlungsbedarf sieht.

Karl Wolf, Spitzenkandidat der Liste ÖDP/Aktive Bürger

Karl Wolf, Spitzenkandidat der Liste ÖDP/Aktive Bürger

Wendelskirchen. Mit einem relativ ausführlichen Bericht stellte Karl Wolf, Spitzenkandidat der Liste ÖDP/Aktive Bürger, in seinem Heimatort Wendelskirchen die Arbeit seiner Fraktion vor. Dabei ging es auch um die Schnittstellen zwischen Landkreis und Gemeinde. Er konnte dazu neben Kreisrat Alois Aigner den Niederviehbacher Gemeinderat Stephan Fuchs begrüßen. Dies mit dem Hinweis, dass man sich, was die Vertretung im Kreistag betrifft, mit der Nachbargemeinde in einem Boot sehe. Sein besonderer Gruß galt dem örtlichen Kandidaten Hans Plötz, der die kurzfristige Organisation des Abends übernommen hatte.

Was die Themen betrifft, beleuchtete Wolf in einem Querschnitt die Aufgaben der Daseinsvorsorge. Man habe die finanziell guten Zeiten genutzt, um vieles auf den Weg zu bringen. So sei Dingolfing-Landau der Landkreis, der in Bayern die meisten Brücken in seiner Baulast habe. Nicht auszudenken, wenn man diese -bei heutigen Preisen- erst jetzt sanieren müsste. So stehe der Landkreis gut da und es freue einen, an wegweisenden Entscheidungen mitgewirkt zu haben. Trotzdem könne Gutes noch besser werden. In „Generationenprojekten“ habe man Schulstandorte mit viel Aufwand neu ausgerichtet und sei, wie beispielsweise an der Realschule Dingolfing dabei, Schulen weiter zu verbessern.

Bedeutung habe für die Gemeinde Loiching auch die Realschule Niederviehbach. Auch hier beteilige sich der Landkreis an der Sicherung des Schulstandortes. Digitalisierung sei in den Schulen zweifelsohne ein wichtiger Bildungsauftrag. Was diese betrifft appellierte er aber, Erfahrungen aus Ländern, die uns um Jahre voraus seien, zu berücksichtigen. Dort rudere man nämlich bereits wieder zurück. Digitalisierung koste den Kommunen als Sachaufwandsträger viel Geld, deshalb müsse das eine oder andere auch evaluiert werden dürfen. Global denken, lokal handeln. Das gelte insbesondere bei Baumaßnahmen. So sei die vermehrte Verwendung von Holz als einheimischem Rohstoff angewandter Klimaschutz.

Ein großer Teil seiner Ausführungen galt den Herausforderungen des demographischen Wandels. Das werde mit aller Wucht ein zentrales Thema der Daseinsvorsorge. Wenn eine versorgungsintensivere ältere Bevölkerung auf weniger Ärzte treffe, erfordere das auch aktives kommunales Handeln. Etwas weiter sei man im Bereich der Pflege, nachdem die Seniorenheime auf den Weg gebracht wurden. Dranbleiben werde man am Thema „neutrales Beratungsangebot“ für pflegende Angehörige, was einige hundert Meter weiter, im Nachbarlandkreis Landshut bereits installiert sei.

Weitere Ausführungen von Wolf galt örtlichen Themen. So der im Rahmen vieler Wahlveranstaltungen diskutierte Radweg an der DGF 8 nach Weigendorf. Er habe sich jedenfalls schon vor Jahren, bevor die Straße grundlegend saniert wurde, für eine Lösung engagiert. Dies hätte günstige Möglichkeiten eröffnet. Passiert sei leider wenig. Vertraglich vereinbart sei, dass die Gemeinden mit „Radwegewünschen“ an den Landkreis herantreten. Bisher sei dort noch kein Radwegebau abgelehnt worden. Insgesamt betrachte man den Landkreis, was Straßen betrifft als erschlossen. Trotzdem sehe man in einigen Bereichen, wie vor Ort bei der DGF 16 Oberspechtrain-Teisbach durchaus sicherheitsrelevante Themen.

Sorge mache weiter die Entwicklung des Klinikums. Für die schlechten Rahmenbedingungen könne man nichts. Hausgemachte Probleme müssten aber in eigener Verantwortung vor Ort abgearbeitet werden. Als „Bürger der Gemeinde“ ging er dann noch auf örtliche Themen ein. So müsse beispielsweise die Frage gestellt werden, ob es wirklich klug sei, vor Jahren erfolgreich ausgesiedelte Sportanlagen wieder zuzusiedeln. Der Stopp durch die Wasserwirtschaft könnte ein geeigneter Zeitpunkt sein, das Projekt zu überdenken. Damit indirekt beim Thema Kläranlage angekommen, wünschte er sich sachliche Diskussionen. Absolute Transparenz von Seiten der Gemeinde -noch vor der Wahl- wäre hier hilfreich, um Spekulationen erst gar nicht aufkommen zu lassen.

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