Pressemitteilung
Wasser ist Leben – auch für Kraftwerke
Trotz eigentlicher Ferienstimmung Vorstandssitzung des ÖDP-Kreisverbands. Aktuelle Themen dabei die Auswirkungen der Hitzewelle sowie die Vorbereitung des Volksbegehrens „Macht auf Zeit“ mit dem der Kreisverband im September vor Ort starten will.
Die Hitze hat Europa fest im Griff. Dass dabei Wasser zum begrenzenden Faktor wird, das erleben derzeit viele Bürger bzw. Branchen in besorgniserregender Weise. Der Umgang damit war dann naturgemäß auch Thema des ÖDP-Kreisteams. Hohe Aktualität dabei die Energieversorgung. Für viele gilt die Kernkraft noch heute als verlässliche Energiequelle, wenn Wind und Sonne aussetzen.
„Die Faktenlage entlarvt dies gerade als naiven Kinderglauben“, so Vorsitzender Klaus Seufzger in einen Kurzstatement. Die anhaltende Hitze und das extreme Niedrigwasser stürzen viele Länder gerade in eine handfeste Energiekrise, weil den Kraftwerken das Kühlwasser ausgeht. „Wir wundern uns angesichts dieser Tatsache, dass nicht wenige Politiker -von Söders CSU über Aiwangers Freie Wähler bis hin zur AfD- der Kernkraft immer noch das Wort reden“, so das ÖDP-Team besorgt. Und nicht nur das: In Berlin wird -leider auch mit SPD-Zustimmung- gerade der Rückwärtsgang bei erneuerbaren Energien eingelegt. Dies mit allen negativen Folgen für die Zukunftsfähigkeit unseres Industrielandes. Die aktuelle Hitzewelle koste die Volkswirtschaft inzwischen Milliardenbeträge, da wären andere politische Reaktionen angemessen.
Auswirkungen des Wassermangels allenthalben auch vor Ort: „Das Beispiel Königsauer Moos zeigt überzeugend einen Teufelskreis in dem wir uns befinden“, so Kreisrat Alois Aigner. Wenn selbst die Vernässung trockenfalle, dann sei es angesagt, ganze Sachen zu machen. Man müsse hier mehr machen als ein paar begrenzte Maßnahmen mit Alibicharakter. Der Schlüssel zu einem wieder funktionierenden Wasserhaushalt und langfristiger CO2-Speicherung liege im Moor, deshalb sei hier Eile geboten. Moor muss wieder ein funktionierender Speicher von Wasser und Kohlenstoff werden. Ein großes ÖDP-Anliegen dabei: Wer Flächen wieder vernässen will, muss auch eine Antwort darauf geben, wie unsere Höfe weiterhin wirtschaften können. Das bedeute Konzepte auch dafür zu erarbeiten. Auch das wäre gelebte Wirtschaftsförderung im Landkreis. „Wir werden an diesen Themen dranbleiben, so die ÖDP-Verantwortlichen abschließend. Mit dem bisherigen Tempo werde man diese Ziele jedenfalls nicht erreichen.

