„Dingo-Land“ für Dingolfings Umlandgemeinden - Karl Wolf bringt Projekt erneut in Diskussion

Warum fährt der Dingo nicht auch nach Kronwieden oder in die Gottfriedingerschwaige, obwohl das eigentlich nur ein kleiner Abstecher wäre. Eine Frage vieler Bürger dieser Ortschaften aber auch weiterer Gemeinden. Kreisrat Karl Wolf wundert sich jetzt über die neue Vorstöße, denn er habe bereits vor Jahren eine solche Initiative gestartet.

 

Für ländliche Verhältnisse gibt es mit dem Dingo ein durchaus attraktives Verkehrsangebot. In diesem Punkt sehen viele Bürger auch mit Neid auf die Kreisstadt. „Zurecht“ meint Landratskandidat Karl Wolf. Der „Dingo“ stehe für viele als Begriff für eine gute Ausstattung, was Busverbindungen (ÖPNV) betrifft. Das lässt Begehrlichkeiten auch bei Bürgern und Politikern in Nachbargemeinden aufkommen. So jüngst beim Frontenhausener Bürgermeister Dr. Franz Gassner, der den Dingo auch nach Frontenhausen bringen will. Befeuert wird dies zusätzlich durch den Dingolfinger Bürgermeisterwahlkampf, wo solche Fragen ebenfalls diskutiert werden. Wolf gibt sich jetzt überrascht über die Vorstöße. Er habe bereits vor Jahren versucht, dies für seine Heimatgemeinde in den Ortsteilen Loiching und Kronwieden und für Gottfrieding zu realisieren. Ohne Erfolg, denn die erforderlich Mehrheiten für Verhandlungen fanden sich im Kreistag nicht. Die Loichinger durften das im Übrigen bereits kurz testen, als seinerzeit die Teisbacher Isarbrücke gesperrt war und der Dingo durch Kronwieden fahren musste. Ihm schwebe seit Jahren ein „Verkehrsverbund Dingo-Land“ vor, der die Gemeinden Loiching und Gottfrieding mit einbeziehe. Teile dieser beiden Umlandgemeinden  seien so nahe an Dingolfing, dass sich mit kurzen Strecken und damit kurzen Fahrzeiten ein attraktiver Taktverkehr realisieren lasse. Gespräche zwischen den beteiligten Gemeinden scheint es immer wieder mal zu geben. Da man aber akzeptieren müsse, dass die Zuständigkeit der Stadt Dingolfing an ihren Grenzen ende, sieht Wolf hier auch  den Landkreis in der Pflicht, dessen Aufgabe der ÖPNV ja sei. Im Rahmen der neuen Nahverkehrsplanung müsse dieser Verhandlungen mit der Stadt in Angriff nehmen. Dies mit dem Ziel, dass die Stadt ihre Linien gegen Kostenerstattung ausdehne. Ob dazu der Fahrplan geändert oder eine eigene Linie geschaffen werde müsse, sei erst mal zweitrangig. Das müssten genauere Verhandlungen bzw. Planungen ergeben. Natürlich würden hier auch die davon profitierenden Gemeinden wohl nicht um eine Kostenbeteiligung herumkommen, so Wolf. Sollte hier keine Übereinkunft erzielt werden, bringt er eine zweite Variante in`s Spiel. Danach könnte der Landkreis selber eine Linie einrichten, welche die Gemeinden zu den Taktzeiten des Stadtbusses bedient. Diese könnte man dann mit dem Dingo vernetzen, so dass ein „Fortkommen“ auch innerhalb der Stadt gewährleistet sei. „Andere machen es uns vor“, so Wolf mit Blick auf den Nachbarlandkreis Landshut, wo in einer Kooperation zwischen Landkreis und Stadt seit Jahren auch Landshuts nahe Umlandgemeinden wie Ergolding vom Stadtbus angefahren werden. Für von der Kreisstadt weiter entfernte Ortschaften müsste ohnehin nach anderen angepassten Konzepten wie z. B. einem Anrufsammeltaxi gesucht werden. Eines dürfe jedenfalls nicht mehr passieren, nämlich dass sich solche Projekte weiter zwischen Landkreis, Gemeinden, ungeklärten Kostenfragen und Zuständigkeiten zerreiben und damit liegenbleiben. Er jedenfalls möchte diese Themen beherzt angehen. Das sei einer der Punkte womit der kürzlich beschlossene Nahverkehrsplan mit Leben erfüllt werden könne.

Dingos am Spitalplatz

Kreisrat und Landratskandidat Karl Wolf zur Dingo-Diskussion


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