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Aufpassen!

Charlotte Knobloch hat in ihrer Rede bei der Holocaust-Gedenkstunde im Bundestag eine ebenso merkwürdig-altmodische wie des Merkens würdige Redewendung von höchster Aktualität verwendet: "Passen Sie auf auf unser Land" hat die lebens- und leidenserfahrene Frau gesagt.

"Aufpassen" - das klingt nach der Mahnung an eine uninteressiert-schläfrige Schülerschaft. Sagt man das heute noch so direkt? Muss man nicht alles verstehen? Auch Trägheit und Beliebigkeit?

"Aufpassen" klingt noch dazu nach Ordnung und Disziplin: Da lässt jemand die Dinge nicht einfach schleifen. In einer Gesellschaft der "anything-goes-Liberalität" braucht man niemanden der aufpasst, weil ja eh keiner weiß was richtig ist, weil alles gleich gültig und letztlich auch gleichgültig zu sein scheint.

"Aufpassen" erfordert gespannte Aufmerksamkeit. Wer schläft und dämmert kriegt nicht mit, was rundum geschieht. Aufpassen braucht aber noch mehr: Das Wissen um Richtigkeit, um Ziele und Gefahren. Wer keine Ahnung hat, was das rote Lämpchen am Instrument bedeutet, ja nicht einmal ahnt, wozu das beobachtete Instrument dient, dessen Aufmerksamkeit ist nutzlos.

Passen wir also auf. Vergewissern wir uns unserer Ziele. Scheuen wir uns nicht, deutlich zu werden, wenn diese Ziele verachtet werden und wenn auf einmal wieder Unsagbares und Undenkbares verbreitet wird - auch in Kreisen, in denen man es nicht für möglich gehalten hätte. Ja, passen wir auf auf unser Land. Danke Frau Knobloch


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