Überhitzung und zusammenbrechende Märkte ÖDP: „Klimaproblem nicht mehr verharmlosen“

„Ernste Konsequenzen der Klimaüberhitzung haben bereits begonnen, auch wenn es viele noch nicht wahrhaben wollen“, so ÖDP Spitzenkandidatin Agnes Becker bei einem Besuch im Landkreis. Sie fordert ein radikales Umdenken vor allem in der Energiepolitik.

Die ÖDP-Spitzenkandidatin hatte auf ihrer Tour durch Bayern am Aignerhof in Hötzendorf einen kurzen Halt gemacht, um sich über aktuelle Probleme von Waldbesitzern zu informieren. „Spätestens heuer sollte es eigentlich der Letzte verstanden haben“, so dann Aigners einleitende Worte. Der Waldbauer hatte als „passenden Ort“ einen Holzlagerplatz, den er seinen Waldbauernkollegen zur Verfügung gestellt hatte, ausgesucht. Hier Berge von Holz, etwas, was man allenfalls nur vom Winter, dem traditionellen Zeitraum für Waldarbeiten kennt. Hier spannte er dann den Bogen zum Thema „Borkenkäfer“. Leider sei das auch menschengemacht. „Wir reden nicht mehr vom bevorstehenden Klimawandel sondern von einer bereits bestehenden Klimaüberhitzung“, so Aigners Klartext. Bäume würden verstärkt durch Wassermangel geschwächt. Zudem schaffe der Temperaturanstieg ideale Bedingungen für die Massenvermehrung des Schädlings. „Noch ein paar solcher Jahre und die Fichte ist bei uns Geschichte“, so Aigner. Mit zusammenbrechenden Holzmärkten komme das in aller Härte bei den Waldbauern an. Um einen totalen Preisverfall zu verhindern sei es dringend geboten einen Teil des anfallenden Schadholzes zur Strom- und Wärmegewinnung zu verwenden. „Wir müssen langfristig zurück zu einem natürlichen Mischwald“, so Aigner, was aber nur ein Teil der Lösung sei. „Wir werden beim Klimaschutz um weitreichende Veränderungen nicht herumkommen“. Das erfordere erstmal Mut zur Wahrheit, so Aigners Mahnung. „Die Zeit der Verharmlosung ist vorbei!“. Die ÖDP fordere seit Jahren ein radikales Umdenken insbesondere in der Energie- und Verkehrspolitik, so dazu Agnes Beckers Lösungsansatz. Es sei ein Anachronismus der Geschichte, wenn sich bei uns die Holzberge auftürmen und gleichzeitig Wälder gerodet würden, um Material für die klimaschädliche Kohleverstromung zu gewinnen. „Wenn Äpfel aus Neuseeland energieintensiv in unsere Supermärkte kommen, während vielfach Ware aus den heimischen Gärten entsorgt würde, dann sei am System etwas falsch“, so der mahnende politische Apell der ÖDP-Kandidatin.

Holzberge im Sommer - nur ein laues Lüftchen gegenüber dem bevorstehenden Sturm, wenn wir Klimaschutz nicht anpacken meinen Gastgeber Alois Aigner, Ruth Schmidbauer, ÖDP-Spitzenkandidatin Agnes Becker, Klaus Seufzger und Stefan Nußbaumer

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