03.07.2017

Speicher wesentlicher Teil der Energiewende

Es ist einfach ein gutes Gefühl, den eigenen Strom zu erzeugen und zu speichern. Das sagen alle, die einen Speicher haben. So auch Alois und Marianne Aigner, als sie beim Tag des offenen Stromspeichers auf ihrem Naturlandhof auch einer ÖDP-Abordnung ihre Technik vorstellten.

Vom Aussehen her unspektakulär: Alois Aigner stellt dem ÖDP-Bundestagskandidaten Klaus Seufzger und Kreisrat Karl Wolf (v.l.) seine Speicheranlage vor

Ihr besonderer Gruß galt ÖDP-Bundestagskandidaten Klaus Seufzger und Kreisrat Karl Wolf. Eine zukunftsfähige Energieversorgung muss enkeltauglich sein, so Aigners Überzeugung. Das ist sie nur wenn sie umweltfreundliche und ohne negative Folgen für die nächste Generation ist. Er selber, so Alois Aigner, versuche auch ein ganzheitliches Konzept umzusetzen, indem man auch das inzwischen angeschaffte Elektrofahrzeug miteinbeziehe. Inzwischen sei die Erzeugung von Strom mit Photovoltaik enorm billig geworden. Die Gestehungskosten würden sich je nach Anlage im unteren Centbereich bewegen. Auch die Speichertechnologie habe einen enormen Effizienzsprung gemacht. Und dies bei massiv fallenden Preisen. Dies eröffne vielfältige Anwendungsmöglichkeiten: Ob für die Kappung von Lastspitzen im Betrieb oder als Teil eines Speicherverbundes zur Beteiligung am Regelmarkt zur Stabilisierung der Stromnetze. So manche Diskussion um den Ausbau der Stromnetze würde damit entschärft. Jedenfalls, so gibt sich Alois Aigner überzeugt, kann eine Energiewende nur mit Einbeziehung dieser Technologie gelingen. Politik müsse entsprechende Rahmenbedingungen schaffen. Gerne griff Klaus Seufzger dies in einem abschließenden kurzen energiepolitischen Statement auf. Die Kombination aus Photovoltaik und Speichertechnologie biete die Möglichkeit, Stromerzeugung wieder in die Hände der Bürger zu legen. Damit könne der Stromlobby etwas entgegengesetzt werden. Bedauerlich sei, ergänzt Kreisrat Karl Wolf, dass die staatlichen Fördergelder für diese Technologie im ersten Halbjahr bereits weitgehend ausgeschöpft seien.