27.10.2017

Bei der absoluten Stimmenzahl zugelegt. Wahlnachlese der ÖDP – „Guter Start für Klaus Seufzger“

Wahlnachlese beim Kreisteam der ÖDP. Mit dem Ergebnis könne man angesichts der aktuellen politischen Rahmenbedingungen durchaus zufrieden sein, so Kreisvorsitzender Klaus Eschlwech.

Eine kleine Stärkung für weitere Aktivitäten: ÖDP-Kreisvorstand Klaus Eschlwech bedankt sich bei Direktkandidat Klaus Seufzger.

Man sei dankbar, mit Klaus Seufzger einen jungen Kandidaten gewonnen zu haben, so Eschlwech zu Beginn. Als „Neuling“ habe er jedenfalls einen sehr guten Start hinlegen können. Klaus Seufzger bedankte sich bei seinen Wählern und lies seine Wahlbewerbung nochmals Revue passieren: Auch wenn auf Grund der Ausgangslage mit einem Überschreiten der 5 %-Hürde nicht zu rechnen war, so habe man doch die Wahl nutzen können um sich mit einigen als existenziell erachteten Fragen Gehör zu verschaffen, denen die etablierte Konkurrenz nach wie vor ausweiche. Es sei gelungen, sich bei vielen Bürgern mit unseren Themen wie Klimaschutz, Energiewende, Flächenverbrauch, Fluchtursachenbekämpfung, Unterstützung von Familien sowie dem ausufernden Missbrauch von Leiharbeit und Werkverträgen und nicht zuletzt einer dubiosen Parteispendenpraxis Gehör zu verschaffen. Dafür spreche jedenfalls, dass die ÖDP sowohl im Stimmkreis als auch bundesweit bei der absoluten Anzahl der Stimmen zulegen konnte, was sich aber durch die höhere Wahlbeteiligung prozentual nicht bemerkbar machte. Leider seien Parteien gewählt worden, deren Programm allenfalls oberflächliche Lösungen biete. „Wir befürchten, dass weiterhin der Profit vor grundlegenden menschlichen Bedürfnissen stehe. Das von uns favorisierte Gemeinwohl wird weiter unter die Räder kommen und finanzstarke Akteure werden auch in der neuen Legislaturperiode den Ton angeben“, so die Sorge von Klaus Eschlwech. Die Spaltung der Gesellschaft werde somit weiter voranschreiten, Familienarmut sich fortsetzen und die Gerechtigkeitslücke nicht geschlossen, kommentiert Alois Aigner das Ergebnis. Echter Klimaschutz werde vermutlich ebenso ausbleiben wie die überfällige Energie-, Verkehrs- und Agrarwende. „Mein Appell“, so Aigner, „richtet sich jetzt an die Grünen, sich bei Jamaika nicht um jeden Preis zu verkaufen“. Der Blick auf bisherige grüne Bündnisse gebe jedenfalls Anlass zur Sorge, ob diese ökologische Fragen noch entschieden bearbeiten. „Insgesamt empfinden wir unsere Themen als so wichtig, dass wir uns nicht entmutigen lassen“, bekennt Eschlwech. „Unsere Unterstützer können sich weiterhin darauf verlassen, dass wir, wie in den vergangenen Jahren bereits bewiesen, unabhängig von kurzfristigen Wahlerfolgen mit Geduld und Beharrlichkeit daran weiterarbeiten“. Somit sei nach der Wahl vor der Wahl und man werde auch bei den anstehenden Bewerbungen um Land- und Bezirkstag viel Energie investieren.